ab $4.380
Incl. Gorilla Permit

Das Schimpansen Tracking startet in der Regel am Kanyanchu Visitor Center von 08.00 bis 15.00 Uhr, dauert etwa zwei bis drei Stunden und erlaubt eine Höchstteilnehmerzahl von sechs Personen in einer Gruppe. Besucher werden aufgefordert, einen Mindestabstand von 8 Metern zu den Tieren zu halten. Außerdem dürfen Besucher nicht an übertragbaren Krankheiten wie Durchfall oder Grippe leiden und Kinder müssen mindestens 12 Jahre alt sein. Blitz-Fotografie ist verboten. Die Verhaltensregeln sind vergleichbar mit den Regeln beim Gorilla Tracking.
Die Schimpansen sind durch die Arbeit der Forscher an Menschen gewöhnt, bleiben aber dennoch in ihren typischen Verhaltensweisen. Safari-Touristen haben in der Regel eine Stunde Zeit, ihre spannenden „Artgenossen“ bei ihren täglichen Gewohnheiten zu beobachten: Essen, füttern, schaukeln und durch Bäume schwingen. Es wird eine Schimpansen-Sichtungswahrscheinlichkeit von 95 % angegeben.
Seit 1993 erforschen Mitglieder der Yale Universität/USA die Ursachen der großen Schimpansendichte im Kibale Forest Nationalpark. Dabei stehen Studien der sozialen und sexuellen Beziehungen, Verwandtschaftsbeziehungen, Paarungsverhalten, Jagd, Fleischaustausch, territoriales Verhalten und Fütterungsökologie im Vordergrund.
Die große Schimpansendichte im Kibale Forest Nationalpark in Uganda ist um so erstaunlicher, wenn man weiß, dass die Hauptbedrohung für Schimpansen in Kibale die Wilderei ist. Die Häufigkeit der Wilderei hängt eng zusammen mit der Zunahme der lokalen menschlichen Bevölkerung. Obwohl es lokale Tabus gegen das Essen von Schimpansen gibt, werden sie von Wilderern in Fallen gefangen. Schätzungsweise ein Drittel der Schimpansen im Park hat Schlingenverletzungen. Schimpansen, die in der Lage sind, sich zu befreien, können die Schlingen normalerweise nicht vollständig entfernen. Deshalb schlingt sich mit der Zeit das Draht- oder Nylonmaterial der Fallen immer enger um ihre Finger, Hände oder Füße, was Schmerzen und Infektionen verursacht und häufig zum Verlust von Körperteilen oder gar zum Tod führen kann.
Um Schimpansen und andere Tiere im Kibale Forest Nationalpark vor illegaler Jagd zu schützen, beschäftigt das Ngogo-Schimpansenprojekt fünf Teams von Einheimischen, die im Park nach Fallen und Anzeichen von Wilderei patrouillieren. Sie arbeiten eng mit den örtlichen Strafverfolgungsbeamten der Uganda Wildlife Authority zusammen, denen die beschlagnahmten Schlingen mit GPS-Koordinaten übergeben werden. Die Snare-Teams patrouillieren fast durch den gesamten Park.
